Was gibt es Neues auf dem Diätmarkt?

Die besten Diäten der Welt?

Vor einiger Zeit (Herbst 2002) erschien in einer Illustrierten ein Bericht über die vier "besten Diäten der Welt". Das hat mich neugierig gemacht, betrachte ich doch die Halbtags-Diät als auch zu dieser Liga zugehörig. Um so größer war die Enttäuschung. Die vier Diäten entpuppten sich zunächst einmal als nur eine Diät, nämlich als die alte schlechte FdH-Diät (Friss-die-Hälfte), jeweils mit 800 Kilokalorien am Tag. Hier muss man wohl eher von Körperverletzung denn von einer Diät sprechen. Und überlegen Sie sich mal, was passiert, wenn Sie sich von den 800 kcal wieder verabschieden und wieder normal essen. Wie schnell haben Sie dann das alte Gewicht (und mehr) wieder drauf? Zwischen diesem Diätvorschlag und der Halbtags-Diät (HtD) liegen Welten. Die HtD-Teilnehmer essen in der ersten Tageshälfte das Doppelte und mehr und nehmen trotzdem ab. Und sie befinden sich zusätzlich noch in einer AntiAging-Kur, tanken Gesundheit und Wohlbefinden und können die Diät unbegrenzt fortsetzen. Stellen Sie sich dagegen mal die Gemütslage bei 800 kcal vor. Dementsprechend wird die 800 kcal-Diät von der Illustrierten auch auf zwei Wochen begrenzt. Aber was bedeutet schon eine Zwei-Wochen-Kur für Übergewichtige? Nichts! Und wieso sprach die Illustrierte von vier Diäten? Weil sie für die 800 kcal-Diät vier verschiedene Programme mit unterschiedlichen Rezepten ausgearbeitet hatte: Mittelmeer-, Asia-, California- und Fatburner-Diät. Und als Zugabe wurde auch noch die Kohlsuppendiät aus der Mottenkiste geholt, die mit einem neuen Namen aufgepeppt wurde als sogenannte "Magic Soup".

Die besten Diäten der Welt

Vollmundige Ankündigung und große Enttäuschung!
Aber falsche Diät-Versprechen auf der Titelseite steigern die Auflage.
Siehe weiter unten.

Die Enttäuschung war also groß, zumal dann auch noch zugegeben werden musste, dass man diese Diäten maximal zwei Wochen (Kohlsuppe sogar nur eine Woche, länger hält das ohnehin keiner aus!)durchführen darf. Das wird alle Übergewichtigen freuen, die ja fast alle innerhalb dieser Zeitspanne ihr Übergewicht abbauen können. Dieser Bericht weckte - wie so oft - nur falsche Hoffnungen. Also wieder eine große Enttäuschung für alle Übergewichtigen, wieder wurden sie allein gelassen. Und nicht nur das, wahrscheinlich sind die Leute, die auf diese Diätvorschläge reinfallen, am Ende schlechter dran, als wenn sie diese Diät nie gemacht hätten.


Die Lagerfeld-Diät

Karl Lagerfeld hat uns sehr wirkungsvoll und medienwirksam an seinem Abspeckprogramm teilhaben lassen. Von 100 kg auf 60 kg innerhalb eines Jahres. Das macht neugierig. Ist hier die Wunderdiät, die auch von anderen praktiziert werden kann? Meine Einschätzung ist, dass hier eiserne Disziplin am Werk war und dass K. L. es mit dieser Disziplin auch mit fast jeder anderen Diät geschafft hätte. Hinzu kam bei K. L. ein Motivationsschub, auch andere Teile seines Lebens umzukrempeln und neu zu gestalten. Ähnliches hat auch unser Ex-Außenminister Joschka Fischer berichtet von seiner wirkungsvollen Diät, die er als "langen Lauf zu sich selbst" umschrieben hat. Auch hier war die Diät eingebettet in weiter gehende Veränderungen seines Lebens. Bei Fischer müssen sich die Lebensumstände allerdings wieder geändert haben, denn er ist wieder so dick wie vorher. Dasselbe trifft auf die Moppel-Ich-Tante zu, deren Abnehmerfolg nur von kurzer Dauer war und die Fragen zu ihrem Gewicht nicht mehr beantwortet.
Nun also Karl Lagerfeld: Er hat seinen Erfolgsweg ebenfalls zu Papier gebracht. Es handelt sich um eine gemischte Protein-Diät. In der milden Form bestehen zwei Mahlzeiten aus Proteinpulver und Gemüse. Eine Mahlzeit kann abweichend "normal" gestaltet werden. Die Kalorienzahl ist streng begrenzt auf 1000 bis 1200 kcal. Das ist hart an der Grenze zur Körperverletzung. Sowohl das Proteinpulver als auch diverse Pillen und Pülverchen müssen von einem Spezialhersteller gekauft werden und dürften nicht billig sein. Eins der Pülverchen ist gegen Stress und Müdigkeit bei der Diät gedacht. Das ist verständlich, denn dass man bei dieser Diät unter Stress steht, kann jeder leicht nachvollziehen.
Lagerfeld-Diät
Die Wirkung der Diät kann nachvollzogen werden. Eiweißreiche Diäten sind Kilokiller, weil Eiweiß nicht gespeichert werden kann und für seine Verbrennung fast ebenso viele Kalorien verbraucht wie zugeführt werden. Dabei muss man abnehmen. Durch die hohe Zufuhr von Eiweiß wird außerdem verhindert, dass Muskelmasse abgebaut wird. Ein Problem bei vielen anderen stark kalorienreduzierten Diäten, jedoch nicht bei der Halbtags-Diät, weil sie keine Kalorienbegrenzung hat. Ein ähnliches Konzept einer eiweißreichen Diät hatte einst der ehemalige Top-Manager (von Bertelsmann) und spätere populäre Heilpraktiker Manfred Köhnlechner mit seiner Manager-Diät entwickelt, die jedoch viel lustvoller war und auch ein Gläschen Sekt erlaubte. Bei der Lagerfeld-Diät sind ebenso wie bei der Managerdiät Köhnlechners Kohlenhydrate und damit der Dickmacher Insulin weitgehend ausgesperrt. Viele der herkömmlichen Diäten scheitern auch deshalb, weil sie zu mehr Verzehr von Kohlenhydraten auffordern und damit dem Dickmacher Insulin Tür und Tor öffnen.
Zurück zur K. L. - Diät. Neben eiserner Disziplin brauchen Sie noch gute Nieren, wenn Sie diese Diät machen wollen. Dass man bei zu viel Eiweiß auch gesunde Nieren schädigen kann, habe ich in dem Buch vergebens gesucht. Dieser Hinweis hätte aber an prominenter Stelle des Buches angebracht sein müssen. Denn die Wenigsten werden sich bei einer Diät von ihrem Hausarzt begleiten lassen, wovon man wohl bei der Lagerfeld-Diät ausgeht. Auch nach der Diät ist strengste Gewichtskontrolle angesagt. Schon eine Abweichung von 500 g nach oben will K. L. erneut mit einem oder zwei strengen Diättagen bekämpfen. Das Halten des Gewichts dürfte bei dieser Diät vielleicht ein noch größeres Problem darstellen als das Abnehmen. Meilenweit ist das Essverhalten bei der Diät vom "normalen" Essen nach der Diät entfernt. Hier treffen zwei vollkommen verschiedene Esswelten aufeinander. Die eine Esswelt hat man beim Abnehmen geschafft (falls man durchhalten konnte), aber für die andere Esswelt des Gewichtshaltens kann man so gut wie nichts aus der Diätzeit lernen. Ein neues Essverhalten für den Normalalltag wurde während der Diät nicht antrainiert. Eine stetige Gewichtszunahme nach all der Plackerei wäre deshalb nichts Überraschendes.
Im Gegensatz zu der Lagerfeld-Diät ist die Halbtags-Diät weit bekömmlicher und gesünder. Aber gerade auch im Leben nach der Diät kann die Halbtags-Diät kräftig punkten. Denn die Halbtags-Diät lässt den Teilnehmer auch nach der Diät nicht im Stich. Durch flexibles Verschieben des Esszeitpunktes am Nachmittag kann auch das Halten des Gewichts erleichtert werden. Die Halbtags-Diät kann uns also ein Leben lang begleiten (in unterschiedlicher Intensität), wie Diätteilnehmer richtigerweise festgestellt haben. Der Übergang von der Diät zu Normalesstagen und umgekehrt ist fließend. Es ist eine Esswelt. Bei der Lagerfeld-Diät haben Sie zwei Esswelten, die absolut nichts miteinander zu tun haben. Das macht sowohl die Diätzeit als auch die Zeit nach der Diät besonders schwierig und stressig.


Profil2
Profil3
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Das Geschäft mit den Dicken

Nicht viel Neues gab es in der Titelgeschichte des österreichischen Nachrichtenmagazins Profil vom 4. Januar 2003. Eine Sprecherin der Illustrierten mit den vier "besten Diäten der Welt " wird zitiert, dass eine Diät-Titelgeschichte die Auflage deutlich steigert, bis zu 20 Prozent. Auch das ist ein Grund viel und wirkungslos über Diäten zu berichten. Kritische Berichte oder gar Diäten, die mit einem neuen Konzept daher kommen, sind nicht so gern gesehen und könnten die Geschäftemacherei empfindlich stören. Die Titelgeschichte von Profil nimmt richtigerweise vieles kritisch unter die Lupe und beschreibt auch Auswüchse. Wenn es darum geht, Empfehlungen zu geben, dann wird es auch bei Profil dürftig, was nicht überrascht. Da wird die FdH-Diät als Klassiker hochgejubelt. Zitat:"FdH ist immer gut. Geringere Nahrungsaufnahme bedeutet auch weniger Kalorien." Man hat auch hier den Zusatz vergessen: aber auch einen Stoffwechsel auf Sparflamme, der mit weniger Kalorien auskommt und deshalb nicht zur Gewichtsverringerung beitragen kann. Siehe auch das drastische Beispiel ganz oben in dem Artikel "Die besten Diäten der Welt", womit sich der Diätenkreis geschlossen hat.


Angesichts dieser sogenannten neuen Trends auf dem Diätmarkt erscheinen die Vorteile der Halbtags-Diät um so wertvoller, sie gehört daher zu Recht in die Weltliga. Die vier "besten Diäten der Welt" in einer Illustrierten gehören auf jeden Fall nicht dazu. Ganz im Gegenteil, sie gehören zu den Diäten, vor denen sogar gewarnt werden muss.
Die Lagerfeld-Diät kann unter den oben beschriebenen Bedingungen zum Erfolg führen, sie ist aber nicht vergnügungssteuerpflichtig.
Das letzte Angebot und Aufgebot von "Profil" mit der FdH-Diät zeigt nur die ganze Misere auf dem Diätenmarkt.


Ohne vollwertiges Frühstück werden Sie fett und krank!!!

Laut einer US-Studie, über die im BBC berichtet wurde, ist ein vollwertiges Frühstück mit Vollkornprodukten und ausreichend Vitaminen wichtig für die Gesundheit und zur Vermeidung von Übergewicht. Geht man ohne Frühstück oder nur mit einem Mini-Frühstück aus dem Haus, droht ein drei Mal so hohes Risiko fettleibig zu werden. Und die Wahrscheinlichkeit, an Diabetes zu erkranken, ist doppelt so hoch. Auch Herz und Kreislauf vertragen das morgendliche Hungern nicht.
Diese Erkenntnis wertet fast alle so genannten kalorienreduzierten Diäten (Friss-die-Hälfte, FdH) als gefährlich ab, die meistens mit einem kargen Frühstück beginnen. Im Gegensatz dazu steht die Halbtags-Diät, in der ein üppiges Frühstück erlaubt ist und ausreichendes Essen in der ersten Tageshälfte nicht nur erlaubt, sondern auch gefordert wird. Iss morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein Edelmann und abends wie ein Bettelmann, wussten schon unsere Altvorderen. Die meisten Diäten machen es genau anders herum und damit falsch: morgens ein karges Frühstück, mittags etwas mehr und abends (als Belohnung?) die kalorienreichste Mahlzeit. Kein Wunder, dass sich der Erfolg nicht einstellt. Schlimm genug, dass man trotz dieser Quälerei nicht abnimmt. Dass man mit diesem Schema aber auch noch krank werden kann, ist zuviel des Schlechten bei diesen wirkungslosen Diäten.
Die Halbtags-Diät ist demgegenüber gesund und wirkungsvoll. Sie verbindet alte chinesische Weisheiten mit den modernsten Erkenntnissen des AntiAging. Sie ist möglicherweise das einzige Gesundheitskonzept, das vielleicht noch die drohende Diabetes-Bombe aufhalten kann.


Die entscheidenden Unterschiede zwischen der Halbtags-Diät und Dinner-Cancelling.

Die Anzahl der Veröffentlichungen über Dinner-Cancelling wächst stetig. Es ist erfreulich, dass dadurch das Konzept der bereits vor ca. zwanzig Jahren "erfundenen" Halbtags-Diät so eindrucksvoll bestätigt wird. Wenn man bedenkt, dass Anfang 1999 die erste Auflage der Halbtags-Diät bei vielen noch auf Skepsis und Unverständnis gestoßen ist, dann ist der Bewusstseinswandel doch beeindruckend. Aber es gibt wesentliche Unterschiede zwischen der Halbtags-Diät und den vielen Dinner-Cancelling-Veröffentlichungen. Der größte Unterschied ist wohl der, dass die meisten Dinner-Cancelling-Autoren wohl noch nie jemand gesehen haben, der diese Diät tatsächlich gemacht hat. Entsprechend schwammig und unsicher fallen daher deren Vorschläge aus, die dieser Diät nicht gerecht werden und nicht zum gewünschten Erfolg führen. Weil die meisten Dinner-Cancelling-Autoren so wenig praktische Erfahrungen mit der Diät haben, müssen die übrigen Seiten ihrer Bücher mit Füllseln gefüllt werden, wozu auch seitenweise Rezepte gehören. Denn die meisten Dinner-Cancelling-Autoren sind eben noch in den alten Denkweisen gefangen, die glauben, ohne Gängelung bei den Nahrungsmitteln nicht auskommen zu können. Die Bezeichnung Halbtags-Diät trifft im Übrigen das Wesen dieses Gesundheitskonzepts besser als die Bezeichnung Dinner-Cancelling. Dinner-Cancelling macht nur einen Teil der Halbtags-Diät aus.


Der Diät-Guru Dr. Robert Atkins ist tot.

Am 17. April 2003 ist der Diät-Guru Dr. Atkins an den Folgen eines Sturzes gestorben. Damit wird die Welt ärmer um einen Diät-Pionier, der schon sehr frühzeitig die Fehler der traditionellen Diäten erkannt hatte. Er entwickelte seine eigene Diät, die naturgemäß deutlich von dem Bisherigen abweichen musste. Und löste damit erbitterte Kontroversen aus. Vertreter des traditionellen Flügels sahen gar die Volksgesundheit in Gefahr. Denn Atkins empfahl Kohlenhydrate zu meiden und erlaubte stattdessen Eiweiß und Fett bis zum Sattwerden. Dies ist eine Therapie, die hauptsächlich bei Patienten mit gestörtem Kohlenhydratwechsel zu empfehlen ist. Und davon gibt es mehr als genug, einschließlich der Millionen Diabetiker, die noch nichts von ihrem Leiden wissen und den weiteren Millionen, die sich in einem Vorstadium zu Diabetes befinden bei noch nicht auffälligen Zuckerwerten.

Atkins-Diät

Die Kritiker von Atkins warfen ihm vor, durch seine Diät den Cholesterinspiegel zu erhöhen und damit Herzkrankheiten zu begünstigen. Dass Atkins an Hand von zigtausenden Krankenakten nachweisen konnte, dass dies nicht der Fall ist, störte die Kritiker nicht. Heute weiß man auch, warum durch die Atkins-Diät der Cholesterinspiegel nicht steigt, sondern in vielen Fällen sogar sinkt, ohne dass das hier im Detail ausgebreitet werden kann. In den USA hat inzwischen ein Umdenken angefangen. Die Prinzipien der Atkins-Diät sind mittlerweile voll anerkannt. Die Empfehlungen vermehrt Kohlenhydrate zu essen, sind im Schwinden. In Deutschland hat sich das noch nicht herumgesprochen. Hier wird die Atkins-Diät immer noch verteufelt, ohne dass die Kritiker überhaupt in der Lage sind, ein Urteil über die Diät abgeben zu können. Der Spiegel vom 28.4.2003, in dem über den Tod von Atkins berichtet wird, enthält die erste und bisher einzige Äußerung im deutschsprachigen Raum, in der zugegeben wird, dass die Atkins Diät nicht schadet. Aber so ganz kann sich auch der Spiegel nicht von seinen langjährigen Vorurteilen lösen. Denn er behauptet, dass die Diät zwar nicht schadet, aber auch nichts nützt. Das ist angesichts der Tatsache, dass zig Millionen mit der Atkins-Diät abgenommen haben, die Verbreitung von irreführenden Tatsachen wider besseres Wissen.

Inzwischen gibt es auch ein Nachahmerbuch zu Atkins mit dem Titel "Zucker-Knacker", das ebenfalls das Verständnis für die Zusammenhänge beim Abnehmen erleichtert.

Zuckerknacker


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